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Okt.-Dez. 2010

Woche ab 27. Dezember 2010          >Seitenanfang<
Der Strand ist voll an den Feiertagen. Aus den Lautsprechern dröhnt laute Musik, an den Imbissständen herrscht Hochbetrieb. Zahlreiche Jet-Skis brausen zwischen den Ankerliegern um die Wette. Ist nicht verwunderlich bei den hiesigen Spritpreisen. Für 15 Liter Benzin haben wir umgerechnet 2 Euro bezahlt (incl. Lieferung ans Schiff). Bei Abholung von der Tankstelle kosten 147 Liter Diesel 18 Bolivar (1,8 EURO).

Woche ab 20. Dezember 2010          >Seitenanfang<
Das Deck ist an der Steuerbordseite braun vom Epoxy Primer. Joachim hat auf die seitlichen Laufwege Quarzsand gestreut und mit Primer fixiert. Schadhafte Stellen wurden ausgeschliffen und mit Epoxy und Fiberglasmatten ausgebessert. 4 Tage schleifen wir an dem immer härter werdenden Primer. Das Rollen und Pinseln der 2-komponentigen Farbe geht anschließend schnell voran, und das Endergebnis sieht glänzend aus. Die Lufthutze der Heckkabine hat einen neuen Platz am Salondach bekommen, und das STB Bugbrett sitzt wieder gut verschraubt in seinem neuen Epoxybett.
Länger als eine Stunde warten wir Montag morgen auf den SIGO - Einkaufsbus. Wir bekommen auch die gewünschte Epoxy Farbe, aber keine Verdünnung. Die finden wir bei unserem Shoppingtrip in der Fußgängerzone von Porlamar. In einem der zahlreichen Geschäfte kauft Joachim gleich 2 kurze Hosen für je 5 Euro, damit er die unangenehme Prozedur des Anprobierens nicht so bald wieder erleben muss. Beeindruckend ist die Auswahl an Stoffen im Castillo, auf 2 Geschoßen hat man eine unglaubliche Auswahl.

Weihnachten feiern wir hier am 25. Dezember mit einem typisch amerikanischen Truthahnessen bei Jaks. Dazu gibt es Reis, Knödelfülle, Kartoffelpüree, Brokkoli und Karfiolgemüse und Salat. Jeder bekommt einen Teller in der Größe einer Vorlegeplatte und darf sich am Buffet selbst bedienen. Als Nachtisch folgt Apfelkuchen und die Köchin wird von den zufriedenen Seglern mit lautstarkem Applaus belohnt.

Woche ab 13. Dezember 2010          >Seitenanfang<
Hans war schon länger als 6 Monate in Trinidad und wurde daher vom Immigration Officer zur Ausreise aufgefordert. Er macht Urlaub auf Margarita und bringt uns erfreulicherweise Geld mit. Den halben Preis der verpfuschten Dinghireparatur bekommen wir von Maxwell rückerstattet. Wir bedanken uns auch bei Gerd für das Einheben des Betrags.
Wir bekommen Besuch von der Mannschaft des österreichischen Katamarans PUKURI. Hannes und Christine sind seit 2007 auf Weltreise, Gerhard ist in der Karibik mit dabei - www.pukuri.at

Woche ab 06. Dezember 2010          >Seitenanfang<
In Porlamar sind die Straßen überflutet, Banken und Geschäfte geschlossen. Notstand wurde ausgerufen. Der Hafenkapitän lässt niemanden ausklarieren. Segler die auslaufen wollen müssen abwarten. Der Parkplatz hinter Jaks Bar hat sich in einen übel riechenden See verwandelt. Das Meer ist trüb und voller Schwebeteilchen.

Woche ab 29. November 2010          >Seitenanfang<
Die täglichen Regenschauer zwingen uns ihren Zeitplan auf. Wir nutzen die spärlichen Sonnenstunden um das Deck weiter zu schleifen. Das Regenwasser sammeln wir, befüllen die Tanks und verwenden es zum Wäsche waschen. Auch der Teppich im Salon ist nass. Bei genauerer Untersuchung finden wir eine Wasserpfütze unter dem Kartentisch. Der Batteriekasten als Hauptverdächtiger wird leer geräumt und nochmals abgedichtet.
Vor Tagen schon ist uns ein Pelikan mit nur einem Flügel aufgefallen der in der Früh durch den Ankerbereich paddelt und abends - gegen Wind und Welle - wieder zurück zu seinem Schlafplatz. Leider konnten wir auch beobachten wie solche Verletzungen entstehen. Während eines Squalls plumpst ein Pelikan mit lautem Krachen vor unser Küchenfenster, und rutscht unter der Reling durch ins Wasser. Er wurde wahrscheinlich von einer Bö gegen die Wanten gedrückt und schwimmt nun sichtlich geschockt von der Tartaruga weg. Glücklicherweise hat sich dieser Pelikan nicht ernstlich verletzt und nach einer Minute breitet er seine Flügel aus und schwingt sich wieder in die Luft empor.

Woche ab 22. November 2010          >Seitenanfang<
2x waren wir diese Woche bei einer netten Zahnärztin. Joachim hatte eine Füllung verloren, und beide ließen wir unsere Zähne reinigen. Die Frau Doktor spricht zwar nur schnelles spanisch, aber die clevere Sprechstundenhilfe übersetzt mit Hilfe Ihres Blackberry alles auf englisch. Der Kostenvoranschlag für weitere Reparaturen ist ein Bruchteil des Betrages den ein deutscher Zahnarzt verrechnen würde, muss aber trotzdem erst von Joachims Krankenkasse genehmigt werden.
Joe kratzt und schleift die seitlichen Antirutschmatten weg, sie hatten sich im feuchten Klima von Trinidad stellenweise gelöst. Einige schadhafte Stellen müssen mit Fiberglas ausgebessert werden.

Woche ab 15. November 2010          >Seitenanfang<
Claudia hat uns einen wunderschönen neuen ACER mitgebracht. Sie musste am Flughafen einige ihrer Kleidungsstücke wieder auspacken um unter dem 20kg Gepäcklimit zu bleiben. Ein kleines Home-Entertainment-Center hat Joachim für uns ausgesucht. Vielen Dank an Jenny für die schnelle und zuverlässige Besorgung.
In Jaks Bar treffen sich die Segler abends zur Happy Hour. Am Samstag dürfen wir Grill, Tische und Stühle für ein improvisiertes BBQ verwenden. Der kleine Grill verschwindet unter riesigen Fleischbergen die ihm aufgeladen werden (Fleisch ist ausgesprochen billig in Venezuela). Unsere "Fleischpfanzerl" müssen lange warten bis sie ein freies Plätzchen finden, aber es gibt ja auch Krautsalat und "patatas fritas".
Robert betreibt in Porlamar, für die ankerliegenden Yachties, ein WIFI Netz, Infos auf seiner Homepage: http://www.wifiguy.co.cc/

Woche ab 08. November 2010          >Seitenanfang<
Den Durchzug von Hurrican TOMAS haben wir kaum gespürt, einen Tag lang kamen lange Wellen von Süden in die Bucht, die einheimischen Jungs haben ihre Surfboards ausgepackt und hatten ihren Spaß in den Mini-Brechern vorm Strand.
Joe liest nächtelang Computer Testberichte im Internet. Glücklicherweise haben wir Dieter kennen gelernt. Seine Freundin Claudia kommt ihn nächste Woche auf seiner Segelyacht MAGIA besuchen, und wir hoffen dass sie uns einen neuen Laptop aus Deutschland mitbringen wird.
Anfang der Woche hatten wir beide mit Halskratzen, Schnupfen und Kopfgrippe zu kämpfen. Joe war trotzdem im Wasser um die Leine vom Zweitanker und die Ankerkette zu entwirren. Er hustet deshalb noch immer.

Woche ab 01. November 2010          >Seitenanfang<
Katastrophe! Joachims Laptop lässt sich nicht mehr einschalten. Er zerlegt den Computer ohne Erfolg, und nimmt sich dann meinen Sony vor. Gott sei Dank, ich habe in den Nachtstunden Silvias Laptop wieder in Gang gebracht. Der funktionierte wegen dem kaputten AKKU und der langen Standzeit im ersten Moment auch nicht so recht. Auch habe ich das Internet wieder eingerichtet und kann über Airmail "oe5bto" E-Mails verschicken und empfangen. Das größte Problem wäre aber gewesen, hier ohne Wetterberichte aus dem Internet, zu sitzen, da ein Tiefdruckgebiet von Osten sich nähert, welches zum Hurrikan werden kann. Im Moment zieht es auf Trinidad zu, hat schon die typische Drehbewegung und wird am Samstagabend Isla Margarita erreichen. Im Moment gibt es nur Windgeschwindigkeiten bis 35 kn, Böen ?? kn. Wir hoffen noch dass es mehr in Richtung Norden dreht, bzw. durch das Land Trinidad abgeschwächt wird.

Woche ab 25. Oktober 2010          >Seitenanfang<
An Land gehen können wir erst nachdem Joachim das Dinghi repariert und die Pfusch-Klebearbeit von Maxwill Inflatable Trinidad entfernt hat. Dieser Herr bekommt von uns ein ausdruckstarkes Beschwerdemail. Wir bringen Montag früh unsere Papiere zu Juan, und er schickt den Taxifahrer Pedro zum einklarieren. Nachmittags müssen wir persönlich bei der Immigration erscheinen, und bekommen unsere Pässe gestempelt retour. Feliz Cumpleanos gratuliert mir der Beamte. Auch über den Anruf von Kiki habe ich mich sehr gefreut.
Mittwoch fahren wir mit dem klapprigsten aller Busse zum Supermarkt einkaufen. Fiede von der SY-Lena erklärt uns dass der SIGO Bus jeden Montag Mittwoch und Freitag um 09:30 die Yachties abholt. Die Einkäufe lässt man sich in Karton einpacken und mit Nummer beschriften, und bis 13:00 hat man Zeit durch das Shoppingcenter zu bummeln oder in der Kantine ein super günstiges Mittagsmenü zu essen.
Der Markt ist gut sortiert, es gibt einen großen Bereich für Alkoholika und importierte Waren (Schweizer Schokolade, Rohschinken, Salami, Hartkäse etc). Alkohol ist auf Isla Margarita steuerfrei - daher fahren auch viele Venezuelaner hierher einkaufen. Die Auswahl an frischem Obst und Gemüse ist größer als in Trinidad. Es gibt auch feine Käsesorten und luftgetrockneten Schinken in allen Preisklassen. Was ich bisher nicht bekommen habe ist schlichtes Weizenmehl. Auch in der Bäckerei nicht.
Nachdem die Insel ein Ferienzentrum ist gibt es viele Einkaufszentren, Wir waren im SAMBIL, das ist Shopping City Süd im Kleinformat. Eine Menge Designerläden, Elektonikshops, Restaurants und Cafes und ein Kinocentrum lassen uns die Außenwelt für Stunden vergessen. Billiger sind die kleinen Geschäfte in der Fußgängerzone in der Stadt. Um ca. 1,50 EURO habe ich einen hübschen Wickelrock erstanden :-)

Woche ab 18. Oktober 2010          >Seitenanfang<
Heute haben wir uns von unseren Freunden verabschiedet und am Abend Trinidad verlassen. Ein paar Stunden segelten wir hart am Wind um einen möglichst großen Abstand zum Festland von Venezuela zu halten. In der Früh konnten wir unser neues Parasail setzen. Die Umbenennung in "Wingacker" hat seinen guten Segeleigenschaften nicht geschadet. Dienstag Abend ankern wir neben 3 französischen Schiffen im türkis-blauen Wasser. Hier gibt es kein Internet, ja nicht mal Handyempfang. Emails können wir trotzdem über HAM Radio versenden.
3 arbeitsreiche Tage haben wir auf Los Testigos verbracht: Salzwasserpumpe in Betrieb genommen, Hupe, Ankerlicht und Deckslichter repariert, Windsäcke nähen etc. Unser Dinghi verliert schon wieder Luft, deshalb entfällt der Landgang. Samstag segeln wir weiter nach Porlamar, wo Philip auf der SY-Gaia auf seinen neuen Akku für sein Satelitentelefon wartet.

News:

Die NEWS werden ergänzt durch die Logbuch-Seite.


Dezember 2011
Allen, auch von denen wir nichts mehr hören und lesen, ein frohes Fest und ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.

Januar 2012
Bis Mitte März erforschen wir den Bahamas Archipel.
Günstige Flüge nach Nassau (NAS) über Miami oder Toronto
www.kayak.com
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Mitsegler sind auf unserer Reise um die Welt willkommen.

 

www.tartaruga1.de