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Januar 2010

 
Woche ab 1. Februar 2010          >Seitenanfang<
Auf der Fahrt nach Grenada passieren wir einen Unterwasser-Vulkan, der sich derzeit ruhig verhält. In der Lagune der Hauptstadt St.George ist seit dem Bau der neuen Marina „Port Luis“ kein Platz mehr zum Ankern, daher liegen alle Segler vor dem Strand südlich der Hafeneinfahrt. Wir erledigen in der Stadt unsere Einkäufe und wandern durch die steilen Straßen zum Markt und zur Festung.
Die gut geschützte Prickley Bay an der Südküste der Insel ist voll mit Seglern aller Nationen. Morgens um 0730 gibt es eine englische Funkrunde auf VHF wo Wetter und andere Informationen verlautbart werden. Im Restaurant „de big fish“ lernen wir die Crew der LUCKY PALIMA kennen und verabreden gemeinsam die Nachtfahrt nach Trinidad anzutreten.
Woche ab 25. Januar 2010          >Seitenanfang<
Wir sind am putzen und räumen als Bernd den Anker seines Katamarans TRAUMJÄGER neben uns fallen lässt. Er hat alleine den Atlantik überquert und segelt die kleinen Antillen in der uns entgegen gesetzten Richtung. Wir lernen von ihm wie man mit Oxalsäure Rostspuren vom Lack entfernt, und erfahren einiges über die vor uns liegenden Inseln.
Als starker Wind aufkommt sind wir froh über den schweren Anker der TARTARUGA. Einige driftende Schiffe müssen vom Riff geschleppt werden. Von Phatt, unserem netten Bootboy kaufen wir frischen Fisch und verbringen trotz des stürmischen Wetters gemütliche Abende gemeinsam mit Bernd beim Kochen und Nähen.

Wir klarieren am Flughafen von Union Island aus und erreichen schon nach 2 Stunden die Insel Carriacou. Dort müssen wir zuerst zur Immigration (Polizei), dann ins Gebühren-zahl-Büro, und zu einem dritten Schalter bei dem alle Papiere nochmals kontrolliert werden. Hillsborough ist fast touristenfrei, hier gibt es keine Hotels oder Souvenirshops, und die Waren sind billiger als auf Union Island. Wir zahlen für 1 Flasche Rum EC Dollar 10,45 (€ 2,80).
Carriacou ist von Riffen umgeben. Wir ankern am nächsten Tag hinter der kleinen Insel Sandy Island, und beobachten Pelikane und Kitesurfer, beide schätzen den stetigen Wind hier.
Die Nacht verbringen wir in einer kleinen Bucht, deren verborgene Schönheit wir erst beim Schnorcheln in der Früh entdecken. Schwämme, Weichkorallen und Gorgonien werden bevölkert von Meerbarben, Koffer- und Doktorfischen. Kleine bunte Barsche und Soldatenfische verstecken sich hinter den Felsen. Das Wasser ist glasklar und unser Anker liegt gut vergraben im weichen Sand. Leider müssen wir weiter in die Tyrell Bay. Beim letzten Genua-Bergen ist die Schraube der Winsch abgebrochen und mit Bordmitteln nicht zu reparieren. Wir versuchen es zuerst bei Dominique, der seine schwimmende Werkstatt auf einem Trimaran eingerichtet hat, er schickt uns weiter zu Uwe, der an Land eine Werkstatt mit größeren Maschinen hat. Am nächsten Tag konnten wir die Winsch wieder montieren.
Woche ab 18. Januar 2010          >Seitenanfang<
Auf den Inseln Palm Island und Petit Saint Vincent befinden sich exclusive Resorts, mit Zimmerpreisen ab 800 USD pro Nacht. Bar und Restaurant dürfen aber auch die Yachties besuchen, sofern sie das nötige Kleingeld mithaben. Wir spazieren den Strand entlang, das Inselinnere ist für die Hotelgäste reserviert. Die kleine Sandinsel Mopion ist ein beliebtes Fotomotiv, auch Silvia und Simon wollen dort ausgesetzt werden. Die Bar mit dem besten Rum Punch gibt es in der Lagune von Union Island. Yani hat ein jahrelanger Arbeit aus Conchgehäusen und Beton sein ganz privates "Happy Island" am Riff gebaut. Eine kühle Brise weht durch sein kleines Holzhaus, Strom für Kühlschrank und Musik liefern die Solarzellen auf dem Dach. Es gibt auch eine Sandkiste mit Spielzeug für die ganz kleinen Besucher. Zweimotorige Propellerflugzeuge verkehren mehrmals täglich zwischen Clifton und Kingston / St. Vincent, und so verabschieden wir uns von Silvia und Simon, die nach Bonaire weiterfliegen, wo das Tauchen nicht so teuer wie hier ist.
Woche ab 11. Januar 2010          >Seitenanfang<
Wir wanderten quer über die Insel Bequia um die Schildkrötenfarm an der Westküste zu besuchen. Die Becken quellen über von Babyschildkröten die erst ein paar Tage alt sind. Einige der älteren Tiere sollen in den nächsten Wochen in Freiheit entlassen werden. Neben der Farm ist ein Zelt aufgebaut und eine Band stimmt ihre Instrumente. Wir werden eingeladen an der privaten Geburtstagsfeier teilzunehmen, doch wir bleiben nur kurz. Auf dem Heimweg sammeln wir wieder Kokosnüsse, und sind glücklich ein Taxi zu finden das uns das letzte Stück Weg zurück in die Stadt mitnimmt.

Die Böen in der Admirality Bay sind heftig und in der Nacht reißt eine blaue Leine des Hahnepot. Joe kauft einen neuen Schäkel und einen stärkeren Haken, und verwendet die starken schwarzen Festmacherleinen um einen neuen Hahnepot zu bauen. Die Augen werden gespleißt um eine höhere Haltekraft zu bekommen.

Nach einem kurzen Stop in der Bucht von Canuan erreichen wir die traumhaften Tobago Cays. Kaum haben wir hinter dem Riff unseren Anker geworfen, werden wir den Rangern besucht die Gebühr kassieren. Das Gebiet wurde zum Nationalpark erklärt und die Ankerzonen wurden eingeschränkt und die von den Schildkröten bevorzugten Seegraswiesen mit Bojen abgegrenzt. Die Schönheit der Unterwasserwelt kann man hier auch ohne Pressluftflasche entdecken. Neugierige Kofferfische begrüßen uns schon unterm Schiff, die bunten Papageienfische am Riff sind Besucher gewohnt und lassen sich bei Ihrer Mahlzeit nicht stören. Eine Sepia-Großfamilie wiegt sich in der Strömung und gelegentlich wechseln die Tiere die Farbe. Ein Rochen gräbt im Sand nach den Resten der in großer Zahl verspeisten Lobster. Das schönste Erlebnis ist die Schildkröten zu beobachten. Die Tiere sind an Menschen gewöhnt und lassen sich beim Grasen nicht stören. Alle paar Minuten schnappen sie an der Oberfläche kurz nach Luft, um gleich wieder zum Fressen zurückzukehren. 2 Nächte bleiben wir in diesem kleinen Paradies, denn die  Besuchsgebühr beträgt € 2,70 pro Person/Tag. Wir verlegen uns in die geschützte Saline Bay der Insel Mayreau. Hier liegen manchmal Kreuzfahrtschiffe, deren Gäste einen Tag am Palmenstrand gebucht haben. Am Abend grillen wir Fisch und Hühnchen und haben es auf den leer stehenden Tischen und Bänken sehr gemütlich. Morgens besuchen wir die kleine Kirche, sie steht auf dem höchsten Punkt der Insel und von dort ist der Ausblick über die Tobago Cays einzigartig.

Woche ab 04. Januar 2010          >Seitenanfang<
Wegen der anhaltenden Regenschauer fahren wir nur langsam weiter. In Marigot Bay wickelt sich unsere Ankerkette um große Felsen, und Simon muss 5m tief tauchen um sie wieder frei zu bekommen. Vor Soufriere und den Pitons befindet sich ein UW-Schutzgebiet und wir müssen an einer Boje festmachen. Nur die Mega-Segelyacht neben uns darf ankern, aber auch Ihr Heck wird an 2 Bojen festgemacht. Simon und Silvia lassen sich von einem Tauchguide den Drift Dive "Superman-Flight" zeigen. Auf St Vincent klarieren wir in Wallilabou Bay ein, wo die Piratenfilme "Fluch der Karibik" gedreht wurden. Die verbliebenen Kulissen und die Fotoausstellung werden täglich von Touristen besucht. Boatboys verkaufen Früchte, Brot und Schmuck, manche versuchen durch "Dinghi watching" Geld zu verdienen.

Auch auf Bequia ist jeder Bewohner auf Business mit den Seglern eingestellt, sogar seine schmutzige Wäsche kann man abholen lassen und bekommt sie sauber wieder an den Ankerplatz geliefert.
Restaurants und Bars haben sich auf die Bedürfnisse der Gäste eingestellt und locken mit Happy Hour und freiem Internet Zugang. www.bequiatourism;com ist die Seite der Tourismusinformation.

News:

Die NEWS werden ergänzt durch die Logbuch-Seite.


Dezember 2011
Allen, auch von denen wir nichts mehr hören und lesen, ein frohes Fest und ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.

Januar 2012
Bis Mitte März erforschen wir den Bahamas Archipel.
Günstige Flüge nach Nassau (NAS) über Miami oder Toronto
www.kayak.com
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Mitsegler sind auf unserer Reise um die Welt willkommen.

 

www.tartaruga1.de